Filler: Was Sie über die beliebten Unterspritzungen wissen müssen
Sie möchten Falten reduzieren, Lippen aufspritzen oder Ihrem Gesicht mehr Kontur verleihen? Dann sind Filler eine beliebte Option. Aber was genau sind Filler, welche Arten gibt es und worauf sollten Sie bei einer Behandlung achten? Dieser Artikel beantwortet Ihre Fragen.
Was sind Filler und wofür werden sie eingesetzt?
Filler, auch bekannt als Dermalfiller, sind injizierbare Substanzen, die in der ästhetischen Medizin verwendet werden, um:
- Falten zu reduzieren (z.B. Nasolabialfalten, Zornesfalten, Stirnfalten)
- Volumen aufzubauen (z.B. Lippen, Wangen)
- Gesichtskonturen zu verbessern (z.B. Kinnlinie, Jawline)
- Narben zu korrigieren
Sie werden also eingesetzt um Gewebedefizite aufzufüllen. Die Behandlung mit Fillern ist minimalinvasiv und erzielt in der Regel sofort sichtbare Ergebnisse.
Welche Arten von Fillern gibt es?
Es gibt verschiedene Arten von Fillern, die sich in ihrer Zusammensetzung und Wirkdauer unterscheiden. Die gängigsten sind:
- Hyaluronsäure-Filler: Hyaluronsäure ist eine natürliche Substanz, die auch im Körper vorkommt und für ihre feuchtigkeitsbindenden Eigenschaften bekannt ist. Hyaluronsäure-Filler sind biologisch abbaubar und bieten eine gute Verträglichkeit. Die Wirkung hält in der Regel 6-12 Monate an.
- Kollagen-Filler: Kollagen ist ein Strukturprotein, das ebenfalls natürlich im Körper vorkommt. Kollagen-Filler waren früher sehr verbreitet, werden aber heute seltener verwendet, da sie ein höheres Risiko für allergische Reaktionen bergen.
- Calciumhydroxylapatit-Filler: Calciumhydroxylapatit ist eine mineralische Substanz, die in Knochen und Zähnen vorkommt. Filler auf dieser Basis sind langlebiger als Hyaluronsäure-Filler (bis zu 18 Monate), werden aber eher für tiefe Falten und Volumenaufbau verwendet.
- Poly-L-Milchsäure-Filler: Diese Filler stimulieren die Kollagenproduktion in der Haut und sorgen so für einen langfristigen Volumenaufbau. Die Ergebnisse entwickeln sich allmählich über mehrere Monate und können bis zu zwei Jahre anhalten.
- PMMA-Filler (Polymethylmethacrylat): Diese Filler enthalten kleine, synthetische Kügelchen, die vom Körper nicht abgebaut werden. Sie werden verwendet, um dauerhafte Ergebnisse zu erzielen. Aufgrund des permanenten Charakters sollte die Entscheidung für diese Art von Filler gut überlegt sein.
Wie läuft eine Filler-Behandlung ab?
- Beratungsgespräch: Vor der Behandlung findet ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem qualifizierten Arzt statt. Dabei werden Ihre Wünsche und Erwartungen besprochen, sowie die geeignete Filler-Art und die Behandlungsregionen festgelegt.
- Vorbereitung: Die Haut wird gereinigt und desinfiziert. Bei Bedarf kann eine Betäubungscreme aufgetragen werden, um den Schmerz zu reduzieren.
- Injektion: Der Filler wird mit einer feinen Nadel oder Kanüle in die Haut injiziert. Der Arzt modelliert den Filler, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
- Nachsorge: Nach der Behandlung kann es zu leichten Rötungen, Schwellungen oder Blutergüssen kommen. Diese klingen in der Regel innerhalb weniger Tage ab. Kühlen kann helfen, die Schwellung zu reduzieren.
Worauf sollte man bei der Wahl eines Anbieters achten?
Die Wahl eines qualifizierten und erfahrenen Arztes ist entscheidend für ein erfolgreiches und sicheres Ergebnis. Achten Sie auf folgende Punkte:
- Qualifikation: Der Arzt sollte über eine entsprechende Ausbildung und Erfahrung im Bereich der ästhetischen Medizin verfügen.
- Zertifizierung: Erkundigen Sie sich nach Zertifizierungen und Fortbildungen des Arztes.
- Beratung: Ein ausführliches Beratungsgespräch ist wichtig, um Ihre Wünsche und Erwartungen zu besprechen und die geeignete Behandlungsmethode zu finden.
- Hygiene: Die Praxis sollte sauber und hygienisch sein.
- Vorher-Nachher-Bilder: Lassen Sie sich Vorher-Nachher-Bilder von anderen Patienten zeigen, um sich ein Bild von den Ergebnissen des Arztes zu machen.
- Bewertungen: Lesen Sie Bewertungen anderer Patienten, um sich ein Bild von der Erfahrung des Arztes zu machen.
Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es?
Wie bei jeder medizinischen Behandlung gibt es auch bei Filler-Behandlungen Risiken und Nebenwirkungen. Zu den häufigsten gehören:
- Rötungen, Schwellungen und Blutergüsse an der Injektionsstelle
- Schmerzen oder Empfindlichkeit an der Injektionsstelle
- Juckreiz
- Allergische Reaktionen (selten)
- Infektionen (sehr selten)
- Unregelmäßigkeiten oder Knötchenbildung unter der Haut
In seltenen Fällen kann es zu schwerwiegenderen Komplikationen kommen, wie z.B. Gefäßverschlüssen, die zu Hautnekrosen führen können. Daher ist es wichtig, sich von einem erfahrenen Arzt behandeln zu lassen, der die Risiken minimieren kann.
Wie lange hält die Wirkung von Fillern an?
Die Wirkdauer von Fillern hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B.:
- Art des Fillers
- Behandlungsregion
- Individueller Stoffwechsel
Im Allgemeinen hält die Wirkung von Hyaluronsäure-Fillern etwa 6-12 Monate an. Langlebigere Filler, wie z.B. Calciumhydroxylapatit-Filler oder Poly-L-Milchsäure-Filler, können bis zu 18 Monate oder länger halten.
Was kosten Filler-Behandlungen?
Die Kosten für eine Filler-Behandlung variieren je nach Art des Fillers, Behandlungsregion und Arzt. Im Durchschnitt liegen die Kosten für eine Behandlung mit Hyaluronsäure-Fillern zwischen 300 und 600 Euro pro Milliliter. Eine umfassende Kostenaufstellung sollte im Beratungsgespräch mit dem Arzt erfolgen.
Fazit
Filler sind eine beliebte und effektive Methode, um Falten zu reduzieren, Volumen aufzubauen und Gesichtskonturen zu verbessern. Bei der Wahl eines Anbieters und der Behandlungsmethode sollten Sie jedoch sorgfältig vorgehen, um ein sicheres und zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem qualifizierten Arzt ist unerlässlich.